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Sommer, Sonne, sichere Sicht



27.07.2020

Für viele Menschen ist sie ein unverzichtbares modisches Accessoire: die Sonnenbrille. In erster Linie soll sie die Augen aber vor schädlicher UV-Strahlung schützen. Zum Tag der Sonnenbrille am 27. Juni beantwortet der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) vier Fragen zum optimalen Schutz der Augen.


Dunkle Tönung = hoher Schutz? Die Tönung der Gläser schützt zwar vor Blendung, aber nicht vor UV-Strahlung. Im Gegenteil weitet sich die Pupille bei dunklen Gläsern, sodass unter Umständen noch mehr UV-Licht ins Auge dringen kann. Die Bezeichnung „UV 400“ im Brillenbügel oder auf dem Etikett gibt an, dass die Brille UV-Strahlung (mit einer Wellenlänge unter 400 Nanometern) filtert und somit vor lichtbedingten Schäden am Auge schützt.

Übrigens: Auch normale, ungetönte Brillengläser mit Sehstärke gibt es inklusive UV-Filter beim Augenoptiker. Kontaktlinsen sollten hingegen – selbst, wenn sie einen integrierten UV-Schutz haben – immer mit einer Sonnenbrille ohne Sehstärke kombiniert werden, da die Linse nur einen kleinen Teil des Auges bedeckt.

Welche Brille hinter dem Steuer? Die Blendschutzkategorien 0 bis 4 geben an, wie viel Licht die Brillengläser durchlassen. Kategorie 2 eignet sich beispielsweise gut für sommerliche Lichtverhältnisse in unseren Breitengraden. Die dunkleren Kategorien 3 und 4 sind nur eingeschränkt bzw. nicht zum Autofahren zulässig. Bei farbigen Gläsern muss außerdem das Erkennen der Ampelfarben sichergestellt sein.

Wie erkennt man Qualität? Ein CE-Zeichen auf dem Brillenbügel ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, da es keiner Kontrolle unterliegt. Wer sichergehen möchte, sollte seine Sonnenbrille beim Augenoptiker kaufen. Dieser kann getönte Gläser mit Korrektionswirkung für verschiedene Fassungen anfertigen und individuell beraten, wenn die Sonnenbrille bestimmten Anforderungen für Sport oder Autofahren gerecht werden soll.

Was ist so schädlich an UV-Strahlung? Ähnlich wie bei einem Sonnenbrand kann zu viel UV-Strahlung eine akute, schmerzhafte Entzündung der Binde- oder Hornhaut auslösen. Langfristig können ernsthafte Augenerkrankungen auftreten, da UV-Licht auch die Netzhaut schädigen kann. Bei Kindern ist der Sonnenschutz besonders wichtig, da ihre Augen noch weitaus durchlässiger für UV-Strahlung sind.

Quelle: www.zva.de
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