Qualität hat ihren Preis



17.06.2019

Im Sommer gibt es nichts Besseres als den Abend in der Eisdiele ausklingen zu lassen. Auch in der Mittagspause mal eben zwei Kugeln in der Waffel verspeisen geht immer.


Natürlich ist mir bewusst, dass die süße Abkühlung auch mal günstiger war. Aber was war das früher nicht. Der Preis für mein Eis ist dabei für mich aber nebensächlich, wenn der Geschmack stimmt.

Seien wir mal ehrlich, Qualität und Vielfalt haben ihren Preis – gerade in Zeiten steigender Rohstoffpreise. Ich kann doch nicht von den Eisdielenbetreibern verlangen, dass sie hochwertiges, handgemachtes Eis produzieren und das dann zum Schnäppchenpreis verscherbeln.

Man schmeckt einfach, ob die Hersteller mit frischen Zutaten wie Milch, Obst, Vanille, Gewürzen und Nüssen arbeiten oder ob sie Milchpulver und Aromen oder Nussmischungen aus China verwenden. Wenn der Geschmack von Vanilleeis, Sahne und Erdbeersoße stimmen, dann bin ich auch dazu bereit, einen angemessenen Preis für mein Spaghetti-Eis zu bezahlen.

Und mit den Rohstoffpreisen ist es ja noch nicht getan. Dazu kommen dann noch Kosten für Miete und Personal. Und auch das Wetter spielt eine Rolle. Schließlich ist es in Deutschland nicht den ganzen Sommer über schön warm. So müssen Eisdielen eben anden guten Tagen so viel verdienen, dass sie damit auch Tage überstehen, an denen nix läuft.

Wenn ich der Meinung bin, dass Qualität und Preis nicht stimmen, dann gehe ich zu einer anderen Eisdiele. Denn auch wenn gerade wieder alle ganz laut stöhnen – nicht überall ist es teurer geworden. Mal davon abgesehen, dass Eis zwar lecker, aber sicherlich nicht überlebenswichtig ist.

Deshalb darf man sich, wenn man mal eins isst auch etwas gönnen. Wenn ich dazu nicht bereit bin, dann kaufe ich halt das Wassereis vom Discounter. Und das Eisdielen in Touristenhochburgen teurer sind als daheim, ist auch keine Überraschung. Darüber kann man sich ärgern, aber das ist ein anderes Thema.

Quelle: www.uniteis.com
Bild: MEV Verlag GmbH


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